Das Rote Meer: Schützen und bewahren

Sonne

In diesem Teil über das Rote Meer geht es um Bedrohungen aber auch darum, wie wir es schützen und bewahren können.

Invasive (fremde) Arten werden eingetragen und können Biotope komplett verändern. So gibt es den Rotfeuerfisch und die Seescheide erst seit relativ kurzer Zeit im Mittelmeer. Aus dem Mittelmeer kommt reichlich Plankton in das Rote Meer, was durch den Ausbau des Suezkanals vor ein paar Jahren sogar nochmals zunahm. Das Ergebnis sind Walhaisichtungen und sogar Blauwalsichtungen. Die finden an dem Plankton nämlich ein gefundenes Fressen. Auch nimmt der Mensch Einfluss, indem er nicht umsichtig handelt, Müll nicht ordnungsmäßig entsorgt und Boote Riffe zerstören.

In Hurghada gibt es die Hepca (Umweltschutz und Erhalt), die sich mit Projekten für das Rote Meer einsetzt. Dank ihr gibt es nun ein System zur Müllsammlung und Verwertung. Außerdem ermöglichte das Moorig Projekt ein korallenschonendes Ankern an Riffen für Tauch- und Schnorchelboote. Das Biotop in unseren Meeren ist sehr sensibel und auch kleine und scheinbar kleine Veränderungen können verheerende Folgen haben. Der durch Menschen gemachte Anstieg der Temperatur auf der Erde ist in den Meeren bereits sichtbar. Der Anstieg der Wassertemperatur ist für die in den Korallen lebenden Algen lebensbedrohlich. Sie sterben und die Koralle verliert ihre Farbe. Zurück bleibt das Weiß des Kalkskeletts.

Als Taucher sind wir eingestellt auf die Zeit unter Wasser. Auf Grund des hohen Salzgehaltes im Roten Meer wissen wir, dass wir mehr Blei benötigen. Wir planen Mithilfe von Wettervorhersagen, Gezeitenvorhersagen und anhand von Erfahrung, wo wir uns heute an der Magie des Meeres erfreuen dürfen. In dem Moment, in dem wir das Meer sogar kennen und lieben lernen und unser Handeln drarauf einstellen, sind wir mehr als nur Besucher. Wir sind Botschafter. In dieser Position können wir eine Menge bewegen und Gutes tun. Es ist wichtig diese Position ernst zu nehmen und seinen Beitrag zu leisten. Also denkt daran, wenn ihr das nächste Mal tauchen geht: Keinen Müll ins Meer tragen, sondern ihn mitzunehmen! Jeder der dies macht, trägt dazu bei, das Meer, unsere Natur, zu erhalten!

Dieses ist nun der letzte Teil dieser Reihe über das Rote Meer gewesen. Wir möchten Charis für diesen sehr interessanten Beitrag danken, den sie in ihrem Divemaster Kurs geschrieben hat.

In diesem Sinne sagen wir Tschüss und bis zum nächsten Mal, eure Zwei ?? Bini und Sanne

unterwasserblog

 

Ägypten, Rotes Meer, Hurghada, Deutsche Tauchschule, James & Mac Diving Center – Fotonachweise

3 Kommentare zu "Das Rote Meer: Schützen und bewahren"

Hallo Gesine,
Dann musst Du vor dem Tauchen zur Toilette gehen, mache ich auch so.

Johannes

Das Müllsammeln ist ja schon ein guter und richtiger Anfang. Aber warum haben Eure Boote keine Fäkalientanks? Auch das ist unnötiger Nährstoffeintrag ins Meer, und an Nord- und Ostsee für kommerzielle Boote schon lange verboten.

Hallo Gesine
Das was Du schreibst stimmt nicht ganz. Die Tanks sind da, nur was machen mit dem Inhalt…. ? Die Welt ist, unter anderem auch in Ägypten, noch nicht soweit wie es in Europa der Fall ist. Es gibt hier, wo die Welt halt nicht so reich ist, noch viel Nachholbedarf an Infrastrukturmaßnahmen die auch finanziert und durchgeführt werden müssen. Das Problem ist erkannt und es wird auch dran gearbeitet. Wichtiges wie z.B. die Vermeidung von Plastikmüll ist schon weiter. Aber es geht nicht so ganz einfach und schnell, dazu muss das Land zu viel „stemmen“.

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