Heute: Waschtag im Roten Meer

Symbiose

Heute ist Waschtag im Roten Meer. Der Zackenbarsch auf dem Bild ist bei einer sog. Putzerstation und lässt sich den Mundraum säubern.

Da fragt man sich: Wie putzen sich Fische überhaupt? Natürlich können sie sich an Korallen schubbern aber das Zähneputzen ist z.B. so eine Sache. Die Natur hat sich da etwas ganz besonders Interessantes ausgedacht. Und zwar gibt es Putzerfische, die quasi die Körperhygiene übernehmen.

Eventuell seid ihr schon mal in Dorfa El Fanous Ost gewesen und habt die ortsansässigen Putzerfische kennengelernt? Aber wie kommt es, dass die Fische die Putzerfische beim Waschgang nicht verspeisen?

Der „Putzer“ signalisiert dem „Kunden“ mit Hilfe einer bestimmten Schwimmweise und einer auffallenden Färbung, dass er zum Putzen bereit ist. Der Kunde zeigt durch das Öffnen des Mauls oder der Kiemendeckel und durch das Abspreizen der Flossen sein Interesse an einer Säuberung.

Die Putzer suchen die Oberfläche, das Innere des Maules und die Kiemen nach Parasiten und abgestorbenen Hautteilchen ab. Wenn der Kunde genug hat, signalisiert er dies durch Zuckungen.

Sie leben in einer Symbiose zusammen, aber falls der Putzerfisch die Signale des Kunden falsch verstanden hat, kann es auch passieren, dass er als kleiner Happen „verputzt“ wird.

Neben den Putzerfischen gibt es noch andere Körperflegemöglichkeiten, wie z.B. von den Putzergarnelen oder den Schiffshaltern.

 

Ägypten, Rotes Meer, Hurghada, Deutsche Tauchschule, James & Mac Diving Center – Fotonachweis

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