Japan startet wieder Walfang

Walfinne

Japans Walfang Schiffe sind wieder Richtung Südpol unterwegs – obwohl es ein Fangverbot gibt. Ein Hauptschiff und drei Begleitboote sind unterwegs Richtung Südpol, um Jagd auf Wale zu machen.

Der Internationale Gerichtshof hatte die Jagd im letzten Jahr untersagt. Jetzt ist die japanische Walfang Flotte wieder auf dem Weg. Japans jüngste Entscheidung ist somit illegal und entgegen rechtlicher und wissenschaftlicher Weisungen. Es wurden ausdrücklich keine erneuten Walfang Genehmigungen von der Internationalen Walfangkommission (IWC) für die Jagd im Südpolarmeer erteilt. Der IWC hatte die Walfang Pläne Japans wiederholt abgelehnt.

Die kommerzielle Jagd auf Großwale ist schon seit 1986 verboten. Japan beruft sich allerdings auf eine Ausnahmeregelung in der Konvention. Danach dürfen die Tiere zu wissenschaftlichen Zwecken getötet werden. Allerdings hatte der hatte der Internationale Gerichtshof 2014 das japanische Walfang Programm als unwissenschaftlich und somit illegal verurteilt. Das angebliche Forschungsprogramm habe keinem wissenschaftlichen Zweck gedient und sei nur ein Vorwand für die kommerzielle Jagd gewesen.

Tatsächlich enden fast alle getöteten Tiere in Restaurants und Supermärkten. Denn es geht auch darum, die Walfangflotte auszulasten und die Tradition hochzuhalten.

Seit mehr als 25 Jahren hatten Japans Waljäger im Rahmen des umstrittenen Forschungsprogramms mehr als 10.000 Großwale in den antarktischen Gewässern getötet. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt hält weiterhin an ihrem Ziel fest, den kommerziellen Walfang eines Tages wieder aufzunehmen.

Gemäß der aktuellen japanischen Pläne sollen über die nächsten zwölf Jahre hinweg bis zu 333 Zwergwale pro Jahr gefangen werden. Zwergwale gehören trotz ihrer relativ geringen Größe – sie können bis zu zehn Meter lang werden – zu den Großwalen. Sie werden etwa 50 Jahre alt.

Doch was kann man tun?

Die gemeinnützige Organisation Sea Shepherd hat sich dem Schutz der maritimen Tierwelt verschrieben. Das Prinzip ist das aktive Eingreifen – dort wo staatliche Exekutivkräfte nicht aktiv werden. Das jährliche Delfin Massaker in der Bucht von Taiji wurde ja auch schon mit unserem Delfin Song zum Thema gemacht.

Sea Shepherd hat sich dem unrechtmäßigen Abschlachten von Walen im Südpolarmeer seit 2005 mit aggressiven Interventionen aktiv entgegengestellt.

Sea Shepherd hat diesen Dezember eines ihrer Schiffe, die Steve Irwin, in das Südpolarmeer gesendet um gegen illegale Aktivitäten vorzugehen. Die Umweltschützer sind hierbei auf Spenden angewiesen.

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