Nacktschnecken: Wehrhafte Schmetterlinge der Meere

Nacktschnecke

Nacktschnecken ziehen mit ihrer Farbvielfalt uns Taucher immer wieder in ihren Bann. Man könnte sie auch als Schmetterlinge der Meere bezeichnen. Durch ihre Farbvielfalt und viele verschiedenen Formen sind sie immer wieder schön anzuschauen und ein beliebtes und farbenprächtiges Fotomotiv.

Nacktschnecken sind aber durch das fehlende Gehäuse allen Umwelteinflüssen schutzlos ausgeliefert. Sogar ihre Kiemen tragen sie als ungeschützte Büschel auf dem Rücken. Daher stammt übrigens auch der biologischer Name: Nudibranchier heisst Nacktkiemer.

Aber warum werden die scheinbar schutzlosen Schmetterlinge der Meere dann nicht einfach von Fressfeinden vom Meeresgrund „gepflückt“? Viele Arten haben wirkungsvolle Waffen entwickelt: Gift und Nesselstoffe! Die meisten beziehen dieses Gift sogar aus ihrer Nahrung. So können sie zum Beispiel giftige Schwämme fressen, die ihnen selbst nicht schaden, wohl aber gierigen Räubern, die sie für schmackhafte Beute halten. Die Farbenpracht ist also auch ein deutliches Signal für andere Tiere: Vorsicht, ich bin giftig!

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