Tauchen im Alter: Kein Problem, oder?

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Tauchen im Alter: Kein Problem, oder?

Eins sollte man direkt am Anfang klarstellen: Es ist kein Problem im Alter zu tauchen, denn Altern ist keine Krankheit. Aber es gibt ein paar Sachen zu beachten.

Zum Einen ist zu beachten, dass ab einem gewissen Alter einige Änderungen des Körpers auftreten. Der Körper verliert zunehmend an Muskelmasse, falls kein spezielles Training absolviert wird. Der Stoffwechsel wird langsamer, die Gelenke verändern sich und die Knochen werden poröser, um nur ein paar Sachen zu nennen. Deswegen wird von der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin eine jährliche Tauchtauglichkeit für Personen ab dem 40. Lebensjahr unbedingt empfohlen.

Man sollte ab dem 40. Lebensjahr eine ausführlichere Untersuchung in Anspruch nehmen. Hier sollte ein Belastungs-EKG sowie eine Lungenfunktionsprüfung beinhaltet sein, um die Leistungsfähigkeit zu checken. Während der Lungenfunktionsprüfung werden Veränderungen der Lunge geprüft, um zu schauen wie das Residualvolumen ist. Das Residualvolumen ist das Volumen, das nach maximaler Ausatmung in der Lunge bleibt, was ab einem bestimmten Alter größer wird. Durch ein regelmäßiges Training kann eine ausreichende Kapazität der Lunge beibehalten werden. Leider kann man aber den zunehmenden Elastizitätsverlust dadurch nicht aufhalten.

Beim An- und Ablegen des Tauchgerätes sowie beim An- und Ausziehen des Anzuges merkt man auch im Alter eine Veränderung. Geht halt alles nicht mehr so einfach. Die Struktur der Bänder und Sehnen verändern sich, so dass man nicht mehr so beweglich ist. 

Was ein wichtiger Punkt ist, bei dem sich Alt und Jung dran halten sollten, ist die Flüssigkeitszufuhr! Im Alter vermindert sich noch das Durstgefühl. Somit wird das Risiko eines Dekompressionsunfalls gesteigert, wenn man nicht darauf achtet genug zu trinken. Außerdem wird bei älteren Tauchern der Stickstoff von den einzelnen Geweben langsamer abgegeben, was schneller zu Bläschenbildung führen kann.

Dass die Sehfähigkeit ab einem bestimmten Alter nachlässt, muss eigentlich nicht groß erwähnt werden. Es gibt genügend Möglichkeiten dies auszugleichen. Kontaktlinsen oder einfach angepasste, optische Masken erleichtern einem das Ablesen des Tauchcomputers und Finimeters. Mit den geeigneten Hilfsmitteln sieht man auch den Großfisch, der im Blau an uns vorbei schwimmt.

Bei regelmäßigem Training und Fitness ist gegen das Tauchen im Alter nichts zu sagen. Man sollte aber keine allzu langen und tiefe Tauchgänge planen und vielleicht auf Wiederholungstauchgänge verzichten.

Abschließend ist zu sagen, wenn wir so manch einen älteren Taucher auf unserer Tauchbasis sehen, fällt uns auf, dass sie weitaus fitter sind, als viele junge Taucher!

Also, alle man auf zu weiteren Taucherlebnissen!

Eure Zwei ?? und Kapitän Blaubär

unterwasserblog

 

Fotos: Shutterstock 1296080074 und James & Mac Diving Center

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