Tauchen mit Diabetes: Teil 1

Zuckerkrankheit

Tauchen mit Diabetes? Ein interessantes Thema, was sich unsere Zwei ?? da ausgesucht haben. Im heutigen 1. Teil erklären die Beiden aber erstmal, was Diabetes überhaupt ist.

Diabetes ist eine Erkrankung von der es auch noch mehrere „Typen“ gibt. Die wichtigsten beiden Typen unterscheidet man einfach in „Diabetes Typ 1“ und „Diabetes Typ 2“.

Bei Typ 1 Diabetes ist die Bauchspeicheldrüse nicht in der Lage genügend Insulin zu produzieren. Das führt zu einer Insulin Abhängigkeit (du musst dir Insulin spritzen). Die Ursache ist derzeit nicht bekannt. Die meisten am Diabetes Typ 1 Erkrankten sind noch jung, weswegen man vom „Jugendlichen Diabetes“ spricht.

Typ 2 Diabetes beginnt mit einer Insulinresistenz, d.h. einer Erkrankung, bei der die Zellen nicht mehr richtig auf Insulin reagieren. Auch das kann zu Insulinmangel führen. Diese Art von Diabetes lässt sich durch eine gesunde Ernährung und durch die Einname von Medikamenten kontrollieren. Die häufigsten Ursachen hierfür sind eine ungesunde Lebensweise, Übergewicht und Bewegungsmangel. Beim Diabetes Typ 2 spricht man auch vom Alterszucker, da ihn früher überwiegend ältere Menschen bekommen haben. Diese Art von Erkrankung tritt in den letzten Jahren immer häufiger auch bei jüngeren Menschen auf.

Seit Jahren arbeiten Wissenschaftler schon an der Ursachenforschung, aber bisher scheint nur eines klar zu sein: Jeden kann es treffen unabhängig vom Alter, Geschlecht und Nationalität.

Genauere Erklärung zum Diabetes Typ 1: Es ist auf jeden Fall klar, dass kleine Kinder nicht wegen zu viel Süßigkeiten Diabetes vom Typ 1 bekommen. Also bis heute weiss man nicht, was der Grund der Erkrankung ist. Erkennen kann man, wenn ein Kind an Diabetes Typ 1 erkrankt ist, wenn man sehr viel Durst hat, häufig zur Toilette muss, abgemagert ist und keine Lust mehr am Spielen hat. Der Körper hat einfach keine Energie/Kraft mehr und wenn die Krankheit nicht behandelt wird, kann es sogar dazu kommen, dass der Erkrankte ins Koma fällt oder schlimmer.

Bei Diabetikern Typ 1 funktioniert die Bauchspeicheldrüse nicht richtig. Jedenfalls produziert sie kein Insulin mehr. Der Diabetiker isst etwas, der Magen verarbeitet die Nahrung und bringt den Zucker ins Blut. Da kein Transporter (sprich Insulin) da ist, um den Zucker in die Zelle zu bringen, bleibt der Zucker dort wo er ist: im Blut. Der Diabetiker muss mehr essen und dadurch kommt noch mehr Zucker ins Blut und so geht es immer weiter. Da der Körper aber den überschüssigen Zucker aus dem Blut haben möchte, setzt er das Signal zum Trinken, wodurch man auch viel häufiger auf Klo muss. Da der Körper aber Energie benötigt, holt er sich diese aus der Leber und irgendwo aus den Fettzellen, bis diese alle aufgebraucht sind, was fatale Folgen hätte. Um das Alles zu verhindern, muss sich der Diabetiker Typ 1 nach dem Essen den Transporter Insulin spritzen, nachdem er errechnet hat, wieviel Zucker (Kohlenhydrate) er während des Essens schon aufgenommen hat. Auch kann der Diabetiker alles machen, was du gerne machst, aber er muss darauf achten, dass ihm die Energie nicht ausgeht, sprich der Zuckerspiegel im Blut durch körperlichen Energieverbrauch nicht zur sehr absinkt.

Genauere Erklärungen zu Diabetes Typ 2: Beim Diabetiker Typ 2 stellt die Bauchspeicheldrüse noch genügend Insulin her, aber es wirkt nicht mehr richtig an Geweben und Zellen, d.h. er hat eine Insulinresistenz. Die Bauchspeicheldrüse kann die Insulinproduktion bis zu einem gewissen Zeitpunkt bis sie an ihre Grenzen stösst ausgleichen und dann steigt der Blutzuckerspiegel an.

Verschiedene Faktoren können die Entstehung von Typ-2-Diabetes begünstigen: Übergewicht und zu wenig körperliche Bewegung, Rauchen, ballaststoffarme, fett- und zuckerreiche Ernährung, bestimmte Medikamente, die den Zucker-Stoffwechsel verschlechtern, ein genetisch erhöhtes Risiko, da in manchen Familien die Erkrankung gehäuft auftritt. Nur durch kontrolliertes Abnehmen, gesunder Ernährung, viel Bewegung und natürlich regelmäßigen Kontrollen beim Arzt, kann man Diabetes Typ 2 entgegenwirken. Man kann normal mit dieser Erkrankung leben, in dem man gesünder und bewusster lebt. Wenn man Medikamente benötigt, ist es wichtig, dass man gut eingestellt ist.

Soweit zum 1 Teil „ Tauchen mit Diabetes “. Wir hoffen, es hat euer Interesse geweckt und dann können wir jetzt nur noch sagen: Geduld, bald kommt Teil 2!

Sonnige Grüße von den Zwei ?? Bini und Sanne

unterwasserblog

3 Kommentare zu "Tauchen mit Diabetes: Teil 1"

@Henning Danke für Deine wertvolle Ergänzung! Sehr gut!
Nein, Betroffene sind natürlich nicht automatisch vom Tauchen ausgeschlossen. Unser Beitrag ist eine Erklärung zu „Tauchen MIT Diabetes“ 😉
Letztendlich entscheidet der behandelnde Arzt, ob ein Betroffener tauchen darf oder nicht 😉

In diesem Sinne sonnige Grüße aus Hurghada,
Sanne

von Henning
soweit sehr gut erklärt. Aber sind Betroffene nun automatisch vom Tauchen ausgeschlossen ?
Bei guter Einstellung mit Medikamenten und „easy Tauchgängen“ würde ich sagen:
Tauchen erlaubt. Natürlich muß der Tauch-Buddy und am besten auch die Gruppe vorher informiert sein .
Sie sollten Infos haben, welche Handlungen gemacht werden müssen im Falle eines Falles.
Und: Der Buddy sollte zustimmen /ablehnen dürfen mit einer nicht ganz gesunden
Person zu tauchen.

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