Verletzungen durch Meerestiere Teil 1

Korallenriff

Verletzungen durch Meerestiere – Teil 1

Und hier sind wieder eure Zwei ??. Diese Woche mit einem sehr interessanten Thema. Wisst ihr eigentlich, wie ihr Erste Hilfe leisten könnt, wenn jemand durch ein Meerestier verletzt worden ist?

Wir wollen euch hier mal die für euch wichtigsten Erste Hilfe Maßnahmen auflisten:

Seeigel: starker Schmerz, Wunden desinfizieren und Stachelreste mit der Pinzette entfernen. Kein Zertrümmern zur Zerkleinerung!

Dornenkrone: (Beitragsbild) sehr starker Schmerz, der kaum zum Aushalten ist. Lange anhaltender, pochender Schmerz. Schwillt an. Stachelreste mit der Pinzette entfernen und desinfizieren. Meist heilen diese Wunden sehr schlecht.

Borstenwürmer: brennender Schmerz, jedoch nicht bedenksam. Wunde desinfizieren und Klebeband verwenden, um die glasnadelartigen Borsten zu entfernen. Antihistaminika gegen Juckreiz. Eventuell Kortisonsalbe.

Schwämme: bildet ein Ekzem. Blasenbildung ist möglich. Vorsichtig abwaschen und abtrocknen. Eventuell Antihistaminika oder Kortisonsalbe.

Nesseltiere: starke Schmerzen, schwillt an, mit Essig abspülen, mit Handschuhen und Salzwasser (kein Süßwasser) abspülen, Behandlung mit moderater Hyperthermie (siehe unten), Antihistaminika, Kortisonsalbe.

!!! Kegelschnecke: oft bemerkt man den Stich erst, wenn es schmerzt, es ist ein Nervengift und macht daher diverse Symptome wie Lähmung der Muskulatur, Schluckbeschwerden, Atemnot, Koma bis hin zum Tod! Wasser verlassen, Patienten beruhigen und SOFORT zum Arzt! Eventuell alle Sofortmaßnahmen ergreifen! Es gibt nur symptomatische Behandlung – es gibt kein Antiserum!

Conus-Textile

Moderate Hyperthermie: mit 40-44 Grad Celsius warmen Wasser die betroffenen Stellen für 15-60 Minuten behandeln. Oder aber mit 50-55 Grad Celsius warmen Wasser für max. 10 Sekunden behandeln. Mehrmaliges Behandeln ist möglich. Dies kann bei allen Gift- und Nesselverletzungen angewendet werden! Schmerz und Entzündung werden dadurch eingedämmt!

Bei allen Verletzungen gilt bei Schmerzen lokale Schmerzmittel z.B. Lidocain bei Bedarf, möglichst das Wasser verlassen und Erste Hilfe walten lassen. Auf Lähmungen und Herz-Kreislauf achten, Patienten beruhigen und notfalls stabile Seitenlage sollte Übelkeit und/oder Erbrechen dazu kommen. Auf die regelmäßige Atmung/Puls achten und notfalls entsprechend mit O2-Gabe und HLW reagieren.

Wir hoffen, wir konnten euch damit ein bisschen weiterbilden und ihr wisst nun wie man mit Verletzungen durch Meerestiere umgehen sollte. 

Bis zum nächsten Mal!

Eure Zwei ?? Bini und Sanne

unterwasserblog

3 Kommentare zu "Verletzungen durch Meerestiere Teil 1"

Sind paar tolle Hinweise,

aber eigentlich dürfte es solche Verletzungen
nicht geben wenn man sich an die Regeln hält.
Ich hab mal gelernt: „Tauchen heißt kucken, nicht´s anfassen“

tschüß bis April donidiver

Hallo dhonidiver 😉

prima, es freut uns sehr, wenn Du es interessant findest!

Es stimmt schon, dass man nichts anfassen sollte, aber es gibt manchmal so unglueckliche Vorfaelle, dass man doch aus Versehen etwas beruehrt.

Sonnige Gruesse,
Sanne

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